Arbeit der Zukunft

Führung bei A1 2018

Viel haben wir in den letzten Wochen und Monaten seitens des Managements und auch des Zentralausschusses über Führung gehört. Wie sie sein soll, welche positiven Effekte durch eine ideale MitarbeiterInnen Führung erzielt werden und wie diese insgesamt einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben könnte.

MitarbeiterInnen – Entwicklungsprogramme mit kreativen Bezeichnungen – wie Roadmap – graphisch aufwendig aufbereitet und über „ Workplace“ intensiv beworben, sollen seit Anfang des Jahres einen angeblich neuen Führungsstil eingeläutet haben.

Die Realität spricht jedoch, besonders in bestimmten Bereichen eine andere Sprache. Besondersin BUC sind KollegInnen die von einer Gruppe in die nächste wechseln, da sie die von ihren Führungskräften auferlegten Ziele – die diese wiederum hierarchisch von oben nach unten diktiert bekommen haben – nicht erreichen können und folglich massiv unter Druck gesetzt werden, keine Seltenheit. Bei den Führungskräften wiederum liegen, in Anbetracht der oftmals unrealistischen Zielvorgaben die Nerven derart blank, dass es sowohl zu verbalen als auch zu nonverbalen – ja mails mit vergrößerter Schrift und mit fünf Rufzeichen kommen einem „Anschreien“ gleich – Fehltritten gegenüber der MitarbeiterInnen. Führungskräfte sollten dazu da sein, den KollegInnenein möglichst produktives und angenehmes Arbeitsumfeld zu ermöglichen und sie positiv zu bestärken. Im Moment herrscht ein leider hierarchisch autoritärer Führungsstil vor, der einem Unternehmen dass sich selbst als innovativ definiert, nicht würdig ist.

                              Betriebliche Demokratie ist möglich

Der Schweizer Softwareanbieter Haufe-umantis führte 2013 als Experiment ein Wahlverfahren ein, indem die MitarbeiterInnen das Management in allen Hierarchie Ebenen selbst wählen.

Was als innovatives Experiment begann, hat sich laut Vorständen bewährt, denn wer wen nicht die Basis wisse wer sich für welche Position eignet und entscheidet sehr wohl nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. Ist eine Führungskraft für eine bestimmte Position nicht mehr geeignet wird sie nach einem gewissen zeitlichen Zyklus einfach nicht mehr in diese Position wiedergewählt, sondern hat die Möglichkeit sich in einer anderen Stelle im Betrieb weiterzuentwickeln. Somit wird automatisch vermieden, dass ungeeignete ManagerInnen eine Abteilung über Jahre hinweg langsam aber stetig an die Wand fahren, um dann mitunter noch mit einer fetten Abfertigung das Unternehmen zu verlassen. Durch das demokratische Wahlverfahren fühlt sich jeder und jede für die Entscheidungen des Managements mitverantwortlich und dieses steht somit unter einer auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvollen Beobachtung.

Quellen: https://www.wiwo.de/erfolg/management/haufe-umantis-waehlen-sie-sich-ihren-chef-doch-selbst/13310312.html

https://www.zeit.de/2017/44/marc-stoffel-umantis-softwareunternehmen-schweiz-demokratie